Gewinnspiele und Preisausschreiben

Die Durchführung von Gewinnspielen ohne vermögenswerte Leistung unterliegt einer Glücksspielabgabe von 5% vom Wert der in Aussicht gestellten Preise. Davon betroffen sind Preisausschreiben, troche für die der Teilnehmer keinen Einsatz erbringen muss. Es genügt eine frei erhältliche Teilnahmekarte (auch Online) auszufüllen, healing eventuell eine einfache Frage zu beantworten und dann abzuwarten, ob man als Gewinner gezogen wird.
Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2011 wurde eine Bagatellgrenze für Preisausschreiben eingeführt. Es entfällt die Steuerpflicht für die Glücksspielabgabe, wenn die Steuer den Betrag von € 500,- im Kalenderjahr nicht überschreitet. Damit bleiben Glücksspielgewinne (Verkehrswert der Preise) bis € 10.000,- steuerfrei.
Schuldner der Glücksspielabgabe ist der Veranstalter des Preisausschreibens. Er muss die Abgabe selbst berechnen und bis zum 20. Jänner des Folgejahres an das Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel entrichten. Zusätzlich ist eine Abrechnung über die abzuführenden Beträge in elektronischer Form vorzulegen.
Wird vom Veranstalter der Kauf einer Ware vorausgesetzt und für die Ware ein höherer Preis verlangt als gewöhnlich oder erfolgt die Spielteilnahme über eine Telefon-Mehrwertnummer (ist somit die Spielteilnahme beim Veranstalter nicht mehr kostenlos), so bedarf die Durchführung eines solchen Spieles einer Konzession nach dem Glücksspielgesetz.
Weitere Details und Hinweise, wie sich Gewinnspiele und Preisausschreiben auf die Umsatzsteuer, die Einkommensteuer und auf das Schenkungsmeldegesetz auswirken, entnehmen Sie bitte unserem ausführlichen Merkblatt „Glücksspiel und Preisausschreiben“ (www.wko.at – Suche nach: Preisausschreiben).